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Museum zeigt Swimming Pools und Badekultur des Altertums

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Erst kürzlich präsentierte ein historisches Museum in Mailand eine umfangreiche Ausstellung zur Badekultur im Altertum. Der Schwerpunkt lag dabei speziell auf der römischen Badekultur. So konnte der geneigte Besucher viel über den kulturellen Kontext sowie den Stellenwert der Badekultur im alten Rom erfahren.

Ursprünglich kam die Idee der Badehäuser sowie der warmen Thermalbäder aus dem alten Griechenland. Doch erst in Rom erlangten sie an kultureller Bedeutsamkeit und es entstanden jene gigantischen Badehäuser, wie man sie mit der römischen Kultur in Verbindung bringt. Allerdings wuchs die Bedeutung der Badehäuser erst mit der Zeit (ca. ab dem ersten Jahrhundert nach Christus). Ehedem wurde nur an Markttagen voll gebadet. Teilweise galt übermäßiges Baden sogar als etwas, was der Körperkraft abträglich war. Doch mit dem Ausbau der ersten großen Badehäuser waren diese Vorurteile rasch über Bord geworfen. Badehäuser wurde in der Folge zu wichtigen Plätzen des öffentlichen Lebens.

Die römischen Badehäuser waren meist in mehrere Abschnitte unterteilt. Frauen und Männer badeten getrennt. Zu diesem Zweck gab es separate Abschnitte oder aber Badetage, die einerseits den Frauen und andererseits den Männern vorbehalten waren. Es gab kalte Bäder, warme Bäder, Dampf- und Schwitzbäder (zu vergleichen mit der heutigen Sauna). Abseits des Badevergnügens wurden Entspannung, Spiel und Körperpflege geboten. So wurden in den Badehäusern häufig auch Ballspiele gespielt. Masseure und Bader halfen bei der Rasur und lie?en auf Wunsch Massagen angedeihen. Teilweise brachten sich die besser betuchten Gäste auch eigens Diener mit, die diese Aufgaben besorgten. Allerdings sei an dieser Stelle gesagt, dass die Eintrittspreise in die römischen Badehäuser stets sehr erschwinglich waren. Frauen zahlten meist ein wenig mehr als Männer. Für Kinder war der Eintritt oft kostenlos. Um die Badehäuser herum fanden sich meist weitläufige Gärten, die zum Sonnenbad einluden und von beiden Geschlechtern gleichzeitig genutzt werden konnten. Und wer auf der Suche nach einer Dirne war, wurde im Badehaus nicht selten ebenfalls fündig.

Oftmals taten sich großzügige Sponsoren vor, die die Eintrittspreise eines ganzen Jahres im Voraus zahlten, was freien Zutritt zum Badehaus für jedermann ermöglichte. Jemand der solches vollbrachte, war natürlich ein angesehener Mensch in der Bevölkerung. Bisweilen ließen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sogar ein Badehaus errichten, in dem grundsätzlich der Eintritt frei war. Unter besonders hohen Würdenträgern galt es als vornehm, sich ein eigenes Badehaus errichten zu lassen. Diese war nicht selten von ebenso großem Ausmaß wie die öffentlichen Badehäuser und äußerst prunkvoll.

So wurden die Badehäuser gewissermaßen zum Vorgänger der heutigen Swimming Pools und Whirlpools. Und noch heute findet man im Rahmen von Wellness Thermalbäder, die aus warmen Quellen direkt mineralisiert und gespeist werden. Mittlerweile kann sich sogar jeder selbst zu Hause ein Stück Badehaus gönnen. Der Swim Spa ist der moderne Tausendsasa in Sachen Badevergnügen – sei es im sportlichen Sinne oder im Sinne von Wellness. Ein Swim Spa ermöglicht dank Gegenstromanlage dauerhaftes Schwimmvergnügen. Wer Entspannung sucht, der klemmt sich vor die Massagedüsen und lässt sich mittels Wassermassage verwöhnen. Und Konversation lässt sich sicherlich ebenso bequem im modernen Swim Spa betreiben, wie ehedem im alten römischen Badehaus.