Museum in Italien stellte große Münzsammlung
aus
Münzen sind ein uraltes
Zahlungsmittel. Waren sie zuerst recht einfach geformt und widerspiegelten ihren Wert vor allem durch ihre
Beschaffenheit aus Gold oder Silber, wurden die Münzen im Verlaufe der Zeit zu kleinen Kunstwerken, die heute bei Sammlern und Historikern
grosse Wertschätzung geniessen. Während die heutigen Münzen aus einer kostengünstigen Legierung hergestellt
werden, bleiben den Sonderausgaben und Jubiläumsmünzen die edlen Metalle vorbehalten. Die wichtigsten Prägungen
sind auch heute noch sehr beliebt und werden unter Münzsammlern, ungeachtet deren Alters, sehr geschätzt.
Das Thema Münzen begeistert immer wieder. So befassen sich historische Museen immer wieder mit diesem Thema und
präsentieren große Ausstellungen zur Entwicklung vom Zahlungsmittel zur Geldanlage, von der Antike bis zur Neuzeit.
Eine spannende Reise durch die Zeit bietet ein historisches Museum in Italien, das schon dem hoch entwickelten Volk
der Ägypter eine Sonderausstellung widmete. Sicher waren auch dort Zahlungsmittel der Urvölker ein Thema, das just
in der neuen Ausstellung einen ganz besonderen Stellenwert einnehmen soll. Tatsächlich sind in der gleichen
Zeitepoche von Volk zu Volk bezüglich Beschaffenheit und Herstellungsart der Zahlungsmittel markante Unterschiede
festzustellen, wie wir sie uns heute, dank moderner Kommunikationsmittel kaum mehr vorstellen könnten. Waren Münzen
früher Unikate, werden sie heute mehrheitlich auf die gleiche Art und Weise hergestellt.
Man könnte fast meinen, die Münzen seien früher aus lauter Langeweile in prachtvoller Handarbeit gefertigt worden.
Viele Sammlungen dienten zu jener Zeit denn auch nicht als Zahlungsmittel, sondern vornehmlich als Geldanlage. Die
bekannten Gold- und Geldhaufen, wie wir sie uns in Geschichten aus Tausend und Einer Nacht vorstellen, dienten den
Königen, Kaisern, Kriegsherren und Führern auch in der Antike in erster Linie als Symbol ihres Reichtums. Mit Gold
ließ sich alles kaufen und entsprechend folgte das Volk dem, der das Gold besaß. Prägungen wurden erst später
wichtig, etwa kann man sich Caesar, der Kaiser von Rom vorstellen, der sein Konterfeit auf allen sich im Umlauf
befindlichen Münzen sehen wollte. Von dieser Art der Gestaltung der Münzen ist man bis heute vielerorts noch nicht
abgekommen. Während die Euro Münzen ihren Bezug zur Heimat durch Abbildungen von Gebäuden ausdrücken, sind in
vielen Ländern mit eigener Währungen Kriegshelden, Staatsführer oder Heilige zu erkennen. In der Schweiz
beispielsweise ist auf der größten Münze die mythische Figur des Willhelm Tells zu sehen.
Die Münzen Ausstellung in Italien nimmt sehr viel Platz in Anspruch, denn diese wollen auch respektabel präsentiert
werden. Viele davon sind durch ihre Aufmachung einzigartig, aber auch die Art der Funde und die Fundorte spielen
eine wichtige Rolle bei der Bewertung der Objekte. Wie viele Münzensammler sich diese oder ähnliche Ausstellungen
anschauen ist nicht bekannt, doch dürften sich Sammler und Historiker in etwa die Waage halten. Münzen erzählen
vielfach interessante Geschichten und Wissenswertes über die Vergangenheit und die Entwicklung eines Volkes.
Vielleicht gab es auch damals schon Sammler, die sich dem Münzen schätzen verschrieben haben? Für einige Exemplare musste tief gegraben werden, bis
sie gefunden wurden, andere wiederum wurden durch reinen Zufall entdeckt, was aber deren Wert in vielerlei
Hinsicht nicht schmälern wird.
Interessante Ausstellungen, besonders in Italien, erfreuen sich eines großen Zuspruchs, sowohl bei Interessierten
am Münzkauf, wie auch Forschern, die der Entwicklung der Völker anhand ihrer Münzen auf den Grund gehen wollen.
Sowohl in der Antike, als auch in der Neuzeit sind Münzen ein Spiegelbild der Gesellschaft.
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